GuateHELP – Hilfe für Menschen mit Behinderung in Guatemala

Guatemalareise 2009

Im November und Dezember besuchte ich wieder Guatemala. Auch dieses Mal erlebte ich eine unglaubliche Reise mit vielen neuen Erkenntnissen, Eindrücken und Erfahrungen. Nicht nur schöne sondern leider auch traurige Geschichte gibt es zu erzählen.

 

 

Albergue Hermano Pedro

 

Zuerst besuchte ich das Heim Hermano Pedro, für das wir im vergangenen Jahr Einkäufe mit Spendengeldern machten. Mir wurden die neuen Matratzen und die fünf Spezialbette gezeigt, welche wir für das Heim anschafften. Diese waren letztes Jahr noch in Produktion und ich hatte sie bis jetzt nur auf Fotos gesehen. Da die alten Matratzen durchgelegen waren und die Kinder häufig Druckstellen bekamen, war die Investition bitter nötig und alle Beteiligten dementsprechend froh und das neue Material.

Das Heim mit den 74 Kindern, die Angestellten und die Heimleiter-innen lassen allen Spendern ganz herzlich danken!

 

 

Aufgrund der für Guatemala sehr fortschrittlichen Verhältnisse, die man im Heim Hermano Pedro vorfindet, entschlossen Elio und ich, unsere Spendenerträge voll für das Centro Maya einzusetzen.

 

 

Centro Maya

 

Natürlich verbrachte ich deshalb viel Zeit im Centro Maya. Ich hatte die Möglichkeit einen vertieften Einblick in das Centro Maya und in die Familien der behinderten Kinder zu bekommen. Ich konnte beim Schulunterricht und den Therapien mit dabei sein und auch verschiedene Familien zu Hause besuchen.

 

 

Spenden 2009/2010 für das Centro Maya

 

Seit dem August 2009 bezahlen wir den Lohn von Evelin Salazar Sáenz, der Physiotherapeutin des Heims. Sie wurde bis jetzt von einem amerikanischen Hilfsprojekt bezahlt, welches jedoch kurzfristig nicht mehr dafür aufkommen konnte. Dank unserem Benefiz-Massage-Event im Frühling und den Mitglieder-beiträgen konnten wir zusichern, den Lohn für 1½ Jahre zu bezahlen. Zusätzliche finanzieren wir mit diesen Spenden auch die zweimal pro Woche stattfindenden Fahrten zur Therapie für Francisco, Rodolfo und Juliessa.

 

 

 

Familienbesuche

 

Um einen Eindruck über der den Lebensstandart guatemaltekischer Familien zu erhalten und um die Probleme zu erkennen, mit denen behinderte Kinder zu Hause konfrontiert sind, besuchte ich mehrere Familien. Ich ging unter anderen auch Francisco besuchen. Der siebenjährige Knabe lebt mit seiner zwölfköpfigen Familie in sehr einfachen Verhältnissen. Zweimal pro Woche kommt er mit seiner Mutter und zwei Geschwistern in die Therapien. Der Weg dorthin ist äusserst beschwerlich und lange. Die Familie startet am Morgen, um zuerst zu Fuss und danach mit zwei Bussen die zweistündige Reise auf sich zu nehmen. Der Aufwand lohnt sich jedoch, da Francisco bereits innerhalb von drei Monaten grosse Fortschritte machte.

 

 

Ich hatte auch Gelegenheit für mehrere Besprechungen mit der Direktorin Leticia Mendoza und dem holländischem Ehepaar Ruth und Albert NAME?, welche seit fünf Jahren als Volontär und Finanzierer im Projekt arbeiten. Durch diese Gespräche und Sitzungen erfuhr ich viel über die Erfolge, Probleme und Zukunftspläne des Centro Maya. Es ist in vielen Situationen schwierig eine gute Lösung für alle Beteiligten zu finden. Oft stehen gerade bei den Eltern der Kinder Bildungs- und Kommunikationsschwierigkeiten im Wege. Auch die Zusammenarbeit mit den Angestellten ist nicht immer einfach, da das Personal aufgrund von Geldmangel unterbezahlt ist und es zudem an Materialien für die Arbeit fehlt.

 

 

Trotz all diesen Schwierigkeiten leistet das Zentrum sehr gute Arbeit und stellt eine grosse Hoffnung und Möglichkeit für ein gutes Leben der Behinderten Kinder in der Region dar. Wir von GuateHELP werden dank Ihren Spenden das Centro Maya und die Familien in Zukunft weiter unterstützen und können somit die Lebensqualität der behinderten Kinder sichtbar verbessern.

 

Herzlichen Dank an alle Spender und Mitglieder!

 

Carmen Köchli, Präsidentin