GuateHELP – Hilfe für Menschen mit Behinderung in Guatemala

Guatemalareise 2014

 

Reisebericht Elio Toto

 

Am 8. November 2014 habe ich mit Andrea in Antigua kirchlich geheiratet. Es ist schwierig, dieses Ereignis in Worte fassen zu können. Als Europäer in Antigua heiraten zu dürfen ist nicht etwas Alltägliches und bereits die Organisation des Events war ein regelrechtes Abenteuer. Was dem Ganzen noch etwas mehr Spannung hinzufügte, war die Mitreise meiner Familie und mehreren Freunden aus der Schweiz. Ich durfte diese Seite meines Lebens endlich mit meinen Liebsten teilen, die Familien vereinen und eine unvergessliche Zeit verbringen.

Nach der Hochzeit bin ich mit meiner Familie nach San Juan ins Centro Maya gereist, um ihnen das Projekt zu zeigen und die Mitarbeiter und Kinder vorzustellen. Wir haben ein intaktes, sauberes Centro vorgefunden, Leticia hat uns wie immer herzlich empfangen. Sie hat gleich mit der Tour losgelegt und der interessierten Reisegruppe das komplette Centro gezeigt. Am Folgetag haben wir das Centro nochmals besucht, um am Unterricht teilnehmen zu können. Danach spielten wir eine Runde mit den Kindern, bis die „refaccion“ kam, das „z'Nüni“.

Mein Eindruck vom Projekt war sehr positiv. Seit meinem letzten Besuch ist das Centro Maya sichtlich gewachsen, hat mehr Struktur, mehr Angebot für die Menschen mit Behinderung und wirkt nun sehr professionell. Besonders hervorheben möchte auch ich das Projekt „Alma de Colores“, welches sich vor allem um die jungen Erwachsenen mit Behinderung kümmert. In diesem Projekt lernen sie einer Arbeit nach zu gehen, sei es Brot zu backen oder Schmuck herzustellen, um es danach in der ganzen Seeregion zu verkaufen. Das Centro zeigt grosse Erfolge in der Integration der Menschen mit Behinderung im gesellschaftlichen Leben auf, sei es aus soziokultureller oder auch aus finanzieller Sicht. Ebenfalls habe ich alle Mitarbeiter getroffen, deren Salär direkt von GuateHelp bezahlt wird. Der neue Physiotherapeut, Diego, hatte seine erste Arbeitswoche im Centro hinter sich und einen professionellen und sympathischen Eindruck hinterlassen.

Es war erfreulich, diese Weiterentwicklung beobachtet haben zu können. Es zeigt mir, dass unsere Hilfe Früchte trägt und am richtigen Ort ankommt. Es motiviert mich mit dem Verein GuateHelp weiter zu machen und hoffe, weiterhin auf grosse Unterstützung von unseren Spender zählen zu dürfen.